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Semino Rossi im Interview

Das große Exklusiv-Interview zu seinem "Best Of" Album...

Es ist jetzt zehn Jahre her, dass Du Dein Debüt-Album „Alles aus Liebe“ veröffentlicht hast. Wie hast Du Dich damals zur VÖ gefühlt? Warst du aufgeregt, was jetzt wohl passieren wird?

S.R.: Aufgeregt ist gar kein Wort. Ich war außer mir vor Freude, weil ich wusste: Das ist meine ganz große Chance. Auf die VÖ dieser CD hatte ich so viele Jahre gewartet. Sie endlich in den Händen zu halten, gab mir ein riesiges Glücksgefühl. Jetzt fehlte nur noch eine große Fernsehsendung, um den 41-jährigen „Nachwuchs-Sänger“ Semino Rossi vorzustellen. Franz Selb, damals Geschäftsführer meiner Plattenfirma, rief mich eines Abends an und sagte mir: „Wir haben eine Sendung!“ Und so war ich überglücklich, als ich am 9. Februar 2004 in Florian Silbereisens „Winterfest“ in Chemnitz auftreten und meine erste Single „Tausend Rosen für dich“ singen durfte. Noch im selben Monat erschien die CD, die sich auf Anhieb 20.000-mal verkaufte. Für einen Neuling war das sensationell.

Stimmt es, dass Du kurz vor deinem Durchbruch fast aufgegeben hättest?

S.R.: Ja, absolut! Als ich 40 wurde, bekam ich einen Anruf meines besten Freundes Nika aus Mexiko. Damals, am Telefon, schwor ich ihm: Wenn ich im kommenden Jahr nicht den Durchbruch schaffe, gebe ich meinen Traum von der Schlager-Karriere auf. Einen Monat später wurde ich von Franz Koch am Rande einer privaten Feier entdeckt.

Hast Du damals ansatzweise daran gedacht, dass Du mal zu den erfolgreichsten Sängern im deutschsprachigen Raum gehören würdest?

S.R.: Nein. Damit konnte keiner rechnen. Bis heute, zehn Jahre danach, macht es mich glücklich, dankbar und manchmal auch sprachlos. Ich wusste schon als Kind, dass ich Sänger werden wollte. Aber ich wollte keine Goldenen Schallplatten gewinnen, sondern einfach nur auf der Bühne stehen und singen.

Kannst Du Dich noch an dein erstes großes Konzert vor vielen tausend Menschen erinnern?

S.R.: Das war 2003. Lutz Ackermann vom NDR hatte mich zu einer großen Schlager-Tournee durch Norddeutschland mit so großen Kollegen wie G.G. Anderson, Bernhard Brink und Andy Borg eingeladen. Als Newcomer durfte ich in diesem Programm zwar nur ein einziges Lied singen. Trotzdem war ich der glücklichste Mensch auf Erden, weil ich fast jeden Abend Standing Ovations bekam.

Wie schafft man es so lange erfolgreich zu sein?

S.R.: Dazu gehört eine große Portion Glück. Außerdem habe ich sehr viel Disziplin, die ich von der deutschen Mentalität gelernt habe. Diese Tugend hilft mir, auch stressige Tage während meiner Tourneen durchzustehen. Ich stehe früh auf, mache etwas Sport, esse in Maßen und gehe nach dem Konzert sofort ins Bett. Anders würde ich es nicht schaffen.

Gibt es so etwas wie die schönsten Momente Deiner Karriere? Wenn ja, welche waren das?

S.R.: Als meine Mama mich das erste Mal live in Wien gesehen hat. Die Halle war so groß, dass meine Mama fragte, welche Künstler noch spielen würden. Sie konnte es nicht fassen, dass so viele Menschen zu meinem Konzert kommen.

Hast Du Dich in den zehn Jahren als Top-Star verändert?

S.R.: Verändert als Mensch nein. Aber ich bin sehr dankbar für die letzten 10 Jahre und dass ich jetzt in der Lage bin, eigene Ideen zu verwirklichen und umzusetzen.

Hast Du selbst eine Idee dazu, was deinen Erfolg ausmacht? Du hast es ja mittlerweile geschafft im Schlager ein Dauerbrenner zu werden…

S.R.: Gott hat mir eine besondere Stimme geschenkt, die vielen Leuten ins Herz geht. Außerdem spiele ich dem Publikum nichts vor. Ich bin authentisch und ehrlich – und das schätzen die Menschen.

Wer hat die Songs dieses "Best Of" Albums ausgesucht? Welcher Song oder welche Songs bedeuten Dir am meisten?

S.R.: Ich habe die Songs selber ausgesucht. Mir sind daher auch alle Songs gleich wichtig.

Gibt es einen Song, den Du als Deinen größten Hit bezeichnen würdest?

S.R.: „Rot sind die Rosen“ und „Aber Dich gibt es nur einmal für mich“.

Woher kamen die neuen Songs des "Best Of" Albums? Gibt es Geschichten zu den Songs?

S.R.: "Belen Belen": Die wahre Geschichte ist, dass ich einen Tänzer aus Kuba kennengelernt habe, der mit uns auf Tour ist. Als ich ihn sah, viel mir sofort für ihn der Name Belen ein.

"Manuelita": Ist ein Kinderlied, das mir meine Mutter immer vorgespielt hat. Es handelt sich um eine Schildkröte, die sich verliebt und über den Atlantik schwimmt um in Paris eine Schönheitsoperation zu machen. Der deutsche Text steht im Booklet der CD.

"Dich zu lieben ist schön": Ist ein wunderbares schönes Liebeslied, das Alfons Weindorf geschrieben hat.

Wie kam es zu den grandiosen Duetten mit Andrea Berg und Helene Fischer?

S.R.: Das hat meine Plattenfirma eingefädelt. Ich schätze Andrea und Helene sehr. Sie sind bezaubernde Kolleginnen, und unsere Stimmen ergänzen sich perfekt. Die Duette mit ihnen sind das Sahnehäubchen auf meinem "Best Of"Album.

Deine Frau Gabi hat Dich am Anfang deiner Karriere finanziell und auch persönlich sehr unterstützt. Sie ist von ihrer Persönlichkeit her aber kein Mensch, der den "Roten Teppich" liebt. Wie steht sie heute zu dem ganzen Starrummel?

S.R.: Gabis Haltung hat sich diesbezüglich nicht geändert. Sie begleitet mich nur selten zu beruflichen Events, weil sie persönlich ganz andere Wünsche und Ziele hat. Es bedeutet ihr nichts, in der Öffentlichkeit zu stehen. Im Gegenteil! Aber natürlich respektiert sie, dass ich meinen Weg gehe. Hin und wieder, wenn ich eine Auszeichnung erhalte, begleitet sie mich. Auch bei Konzerten ist sie manchmal inkognito dabei.

Gabi könnte jetzt eigentlich die Hände in den Schoß legen. Was gefällt ihr so sehr an ihrem Job als Hebamme?

S.R.: Sie brennt für ihre Arbeit genauso wie ich für meine. Ihr Beruf fasziniert sie heute wie vor 25 Jahren. Für sie ist es noch immer ein wunderschönes Gefühl, anderen Frauen bei der Schwangerschaft und Geburt  beizustehen und dieses unbeschreibliche Wunder mitzuerleben.

Was machen Deine Töchter gerade? Leben sie noch zu Hause?

S.R.: Ja, sie leben noch zu Hause, gehen aber zunehmend ihre eigenen Wege. Laura ist mittlerweile 23 und studiert in Innsbruck Psychologie. Sie hat vor einem Jahr bereits die Bachelor-Prüfung abgelegt, was mich sehr stolz macht. Vanessa (15) geht noch zur Schule. Beiden geht es prächtig.

Kannst Du in deinem Heimatort Mils eigentlich frei und ungestört einkaufen oder ins Restaurant gehen?

S.R.: Ja, das funktioniert prima. Die Menschen in unserem Ort sehen mich nicht als Star, sondern als ganz normalen Mitbürger.

Wie sieht ein normaler Semino-Tag zu Hause aus?

S.R.: Ich stehe auch zu Hause meist schon um sechs auf, bringe meine Tochter zur Schule und frühstücke dann mit Gabi. Vormittags verbringe ich meist einige Stunden im Büro, nachmittags unternehmen wir oft spontane Dinge. Gabi und ich lieben das Spaziergehen, Wandern oder Motorradfahren.

Du bist in Rosario in eher ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen und hast bis zu deinem 39. Lebensjahr als Straßenmusiker auch nie viel Geld gehabt. Was bedeutet Dir Geld heute?

S.R.: Ich habe meine Herkunft und meine Vergangenheit nie vergessen. Luxus ist mir nicht besonders wichtig. Er ist genauso vergänglich wie Ruhm. Es ist schön, heute nicht mehr so arm zu sein wie früher. Aber ich werfe trotzdem das Geld nicht zum Fenster raus.

Steht das Finanzielle nach all den Entbehrungen im Mittelpunkt deiner Karriereplanung, oder was  treibt Dich an?

S.R.: Geld ist zweitrangig, denn ich hatte nie vor, Millionär zu werden. Viel wichtiger ist für mich, dass ich heute wie damals weiß: Ich darf meinen Traumberuf ausüben. Dieses Glück ist nicht mit Geld zu bezahlen.

70 Prozent Deiner Fans sind Frauen. Schmeichelt Dir ihre Bewunderung?

S.R.: Natürlich. Es ist schön, Bestätigung zu bekommen und als Mann bei Frauen gut anzukommen.

Was schreiben Dir die Frauen? Gibt es auch unmoralische Angebote?

S.R.: Das nicht, aber natürlich erhalte ich schon mal Nachrichten von Frauen, die mich nach einem Konzert gern im Hotel treffen würden. Aber auf so etwas gehe ich niemals ein. Die meisten Briefe sind aber harmlos. Die Fans wissen, dass ich glücklicher Familienvater bin – und respektieren das weitgehend.

Du bist ein sehr gläubiger Mensch. Wie lebst Du den Glauben?

S.R.: Ich bete jeden Abend, dass er mir und allen Menschen, die mir wichtig sind, hilft. In fremden Städten besuche ich auch gern Kirchen, um im stillen Gebet Zwiesprache mit Gott zu halten. Jeder von uns hat eine Art zu Glauben. Die Gewissheit, dass meine Gebete erhört werden, gibt mir immer wieder Trost. Außerdem glaube ich daran, dass wir Menschen alle miteinander verbunden sind: durch Musik, durch bestimmte Energie. Der Verstand kann dies nicht begreifen, aber dennoch gibt es diese Kraft, da bin ich ganz sicher.

Gab es Momente in Deinem Leben, in denen Du Dich Gott nah gefühlt hast?

S.R.: Gerade in schweren Stunden habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich mich von Gott getragen gefühlt habe. Mit dieser Gewissheit fühle ich mich niemals verlassen oder allein.

Glaubst Du, dass Gott Dich zur Musik geführt hat? Wenn ja, warum?

S.R.: Schon möglich. Ich glaube jedenfalls, dass alles im Leben vorbestimmt ist. Ebenso glaube ich an eine ausgleichende Gerechtigkeit. Deshalb versuche ich, aufrecht durchs Leben zu gehen und niemanden zu verletzen. Denn am Ende kommt immer die Wahrheit ans Licht.

Es wird ja immer viel über dein besonderes Verhältnis zu Deiner Mutter gesprochen. Welche Bedeutung hatte Dein Vater für dich? Was hat er Dir mit auf den Weg gegeben?

S.R.: Er war ein sehr direkter, geradliniger Mensch mit festen Werten. Papa war authentisch, natürlich und sehr hilfsbereit und ist bis heute mein großes Vorbild. Und: Er war mit einer wunderbaren Stimme gesegnet, die ich sicher von ihm geerbt habe. Allerdings stand er meinem Wunsch, Sänger zu werden, lange Zeit skeptisch gegenüber. Er wollte, dass ich ein Studium beginne und in der Bank arbeite, für die er als Fahrer arbeitete. Jahrelang hatten wir wegen meiner beruflichen Zukunft immer wieder hitzige Diskussionen. Doch irgendwann gab er nach und sagte zu mir: Junge, du musst tun, was dein Herz dir sagt. Wichtig ist nur, dass du deinen Weg gehst und dich nicht verbiegen lässt. Deine Mutter und ich werden immer zu dir halten. Diese Worte meines Vaters klingen bis heute in meinen Ohren.

Als Dein Vater vor 17 Jahren starb, konntest Du nicht von ihm Abschied nehmen. Hast Du keine Angst, dass das jetzt auch mit Deiner Mutter passieren könnte?

S.R.: Nein. Ich habe 1985 entschieden, von Argentinien weg zu gehen – und meine Eltern haben mich damals zu 100 Prozent darin bestärkt. Die intensiven Jahre zuvor mit Mama und Papa kann mir keiner nehmen. Sie haben sich in mein Herz gebrannt.

Du warst gerade im Urlaub zu Hause in Argentinien. Erzähl uns ein bisschen davon...

S.R.: Es war wunderschön, meine ganze Familie wiederzusehen. Ich achte darauf, mindestens einmal im Jahr nach Hause zu fliegen. In diesen Wochen tanke ich immer auf.

Wie geht es Deiner Mutter?

S.R.: Sehr gut, Gott sei Dank. Trotz ihrer 79 Jahre ist sie sehr aktiv, trifft sich regelmäßig mit Freundinnen, macht Spielenachmittage. Sie ist glücklich und hat niemals Langeweile. Jetzt im Frühjahr kommt sie nach sechs Jahren erstmals wieder nach Europa. Darüber freue ich mich sehr.

Was bedeutet Dir Kuba – du hast ja kubanische Musiker auf Tour dabei?

S.R.: Kuba ist ein wunderbares Land mit tollen Menschen, denen die Musikalität im Blut liegt. Vor allem Havanna hat mich beeindruckt. Havanna zeugt von Lebensfreude pur und die ganzen Oldtimer dort lassen einen in die 50er Jahre zurückkehren. Die ganze Stadt scheint zu pulsieren und aus Musik zu bestehen.

Die „Symphonie des Lebens“-Tournee läuft sehr erfolgreich. Unterscheidet sich die Fortsetzung der Tour vom ersten Teil? Wenn ja, was ist anders?

S.R.: Im Grunde genommen unterscheidet sich der zweite Teil der Tournee nicht viel. Wir werden natürlich die neue Single „Dich zu lieben ist schön“ spielen sowie mein Lieblingslied „Ay Belen Belen“. Und natürlich gibt es noch einige Überraschungen.

Gibt es in Deinem Leben noch unerfüllte Träume?

S.R.: Nein. Weißt du, ich habe in meinem Leben und besonders in den letzten zehn Jahren so viel Gutes und Schönes erleben dürfen. Dafür bin ich so dankbar, dass es mir fern liegt, noch mehr vom Leben zu verlangen. Deswegen versuche ich, die Sätze „Ich muss, ich muss, ich muss“ und „Ich brauche, ich brauche, ich brauche“ möglichst zu vermeiden. Der einzige Wunsch, den ich habe, ist Gesundheit.

Kannst Du Dir vorstellen auch mit 70 noch auf der Bühne zu stehen?

S.R.: Ja, wenn meine lieben Fans mich dann noch sehen wollen und ich mir es gesundheitlich erlauben kann – warum nicht? Das ist eine Entscheidung, die letztlich das Publikum vorgibt.

Was macht ein erfülltes Leben für Dich aus?

S.R.: Am Ende sagen zu können, wenn ich mein Leben anschaue und sagen kann: Mindestens 51 Prozent waren gut. Wir alle machen Fehler, treffen falsche Entscheidungen. Wenn mindestens die Hälfte richtig war, bin ich zufrieden.

Quelle: Kahé PR & Dialog, Stefan Kahé (Textvorlage)

 Interview zu den neuen Open-Air-Konzerten - Jänner 2009

Sie haben ja schon einige TV Sendungen hinter sich. Wann war Ihrer Meinung nach Ihr persönlicher Durchbruch – und haben Sie immer daran geglaubt?

S.R.: Ich glaube nicht, dass ein Sänger beurteilen kann, wann sein Durchbruch war, weil ich als Interpret das auch nicht steuern kann. Einzig und allein das Publikum entscheidet, ob man es schafft über ein normales Maß hinaus erfolgreich zu sein! Ich glaube dass es eine Vielzahl von TV-Auftritten war, die für meinen Erfolg verantwortlich sind. Ganz entscheidend, glaube ich, war jedoch der Musikantenstadl Auftritt am 11.06.2005 in Bozen, wo mir Karl Moik die Chance gegeben hatte, live in der Sendung zu singen und damit die Zuseher emotional zu berühren.

Mit welchen bekannten Schlagersängerinnen und -Sängern sind Sie (gut) befreundet und was bzw. welche Dinge verbinden Sie?

S.R.: Ich respektiere meine Kollegen und freue mich über deren Erfolg, aber intensive Freundschaften habe ich außerhalb des Showgeschäfts. Uns Künstler verbindet die Liebe zur Musik und ich freue mich immer wieder wenn ich liebe Kolleginnen und Kollegen bei Veranstaltungen treffe und mich mit ihnen austauschen kann. Al Bano Carrisi zum Beispiel kocht wie ein Gott und baut Wein an.

Sind Sie auch ein begnadeter Koch? Und was tun Sie in Ihrer Freizeit (fernab der Musik)?

S.R.: Ich koche gerne meine beliebte Paella und argentinische Steaks und trinke gerne argentinischen Wein. Zu meinen Hobbies gehören vor allem Zeit mit meiner Familie zu verbringen, Motorrad fahren, Boot fahren und Schwimmen.

„Rot sind die Rosen“ – „Einmal Ja – immer Ja“, „Lass meine Arme dein Zuhause sein“ – diese Titel entsprechen der typischen Schlager-Romantik. Warum glauben Sie ist das so, dass ein Schlagertext so viel mehr ankommt, als ein handelsüblicher Text für einen Pop- oder Rocksong?

S.R.: Das kann man nicht pauschal so sagen! Ich glaube in jedem Musikbereich gibt es Hits oder erfolgreiche Songs, die die Menschen berühren!

Ein Schlager-Star wirkt immer so „heilig“, die ewige Liebe wird so hoch gehalten, die Harmonie der Familie in der heutigen Zeit – Sind Sie wirklich ein anderer Mensch? (die Realität schaut ja oft anders aus in vielen Familien) Vielleicht wollen Sie die Harmonie in Ihren Liedern vorleben?

S.R.: Ich liebe meine Frau und meine Familie und meinen Beruf und habe das Glück beides harmonisch miteinander verbinden zu können!

Wie kommt man als gebürtiger Argentinier dazu, Schlager zu singen und nicht hauptsächlich Musik zu machen à la – sagen wir mal – „Gipsy Kings“? Ihr Vater war Tango-Sänger… Kann man mit Schlagern mehr verdienen als mit Pop (mal die Größen „Madonna“ & Co. außer Acht gelassen)?

S.R.: Mit südamerikanischer Musik habe ich fast 20 Jahre versucht, erfolgreich zu sein. Zum Schlager hat mich meine jetzige Schallplattenfirma gebracht und wie man sieht haben sie damit absolut Recht behalten!

An welcher Musik hängt Ihr Herz? Und was hören Sie privat am liebsten?

S.R.: Mein Herz hängt an südamerikanischer Musik, wobei ich mittlerweile den Schlager und zum Teil auch klassische Musik für mich wertvoll entdeckt habe. Ich höre aber auch Madonna, Celine Dion und Bryan Adams.

Ist Argentinien eigentlich kein Thema mehr? Einmal One-Way-Ticket – immer One-Way-Ticket? Erzählen Sie auch etwas aus Ihrer Heimat.

S.R.: Argentinien wird immer ein Thema für mich sein. Daheim ist daheim. Außerdem leben dort meine liebsten Verwandten, Mama, Bruder, Nichten und Neffen. Aber alles im Leben hat seine Zeit und heute bin ich sehr glücklich wie ich jetzt lebe! Aber das Schöne ist – ich kann jetzt nach Hause fliegen wenn ich Lust dazu habe – meine Wurzeln werden immer in Argentinien sein.

Sind Ihre Kinder und Ihre Frau Gabi auch musikalisch? Haben Sie auch Mitsprache-Recht bei neuen Titeln?

S.R.: Meine Frau bringt als Hebamme Kinder zu Welt und kümmert sich um die Familie und ich singe und kümmere mich um die Musik. Wir reden aber darüber, aber meine Familie bringt sich nicht entscheidend ein.

Wenn Sie nicht Sänger geworden wären…

S.R.: Hätte ich trotzdem versucht Sänger zu werden. Singen ist mein Leben.Wenn nicht, Koch oder Schauspieler hätten auch noch zu mir gepasst.

Wie oft sind Sie bei allen Engagements eigentlich zuhause?

S.R.: Ich bin sehr viel zu Hause, weil die Engagements sich meisten auf bestimmte Zeiträume erstrecken. Die Zeit dazwischen nutze ich intensiv mit meiner Familie.

Wie hält man eine Beziehung, eine Ehe bzw. eine Familie bei Laune, wenn man oft unterwegs sein muss/darf?

S.R.: Ja Gott sei dank gibt es nicht jedes Jahr so eine große Tournee und Gott sei dank gibt es ein Telefon und Skype, wo ich mir jeden Tag meine Kinder anschauen/mit ihnen sprechen kann. Sie informieren mich jeden Tag wie es in der Schule war und was es neues gibt. Ja, wir stehen im ständigen Kontakt. Ich bin immer total informiert. 

Wie verändert sich der Mensch, wenn er populär wird? (Denken, Handeln, Alltägliches beim Bäcker, bei der Tankstelle..)

S.R.: Ich hoffe und glaube, gar nicht. Ich bin überzeugt, dass ich aufgrund meines eher schweren Werdeganges, mir eine entsprechende Bescheidenheit bewahren konnte, weil ich ganz genau auch die Kehrseite kenne und deshalb versuche, so normal wie nur möglich mit meinem Erfolg umzugehen!

 

Semino Rossi im Interview

 Interview zur CD "Einmal Ja - Immer Ja (Tour-Edition)" - September 2008

Wie gestaltet sich ein typischer Tourneetag für Sie?

S.R.: Ich stehe sehr früh auf, frühstücke mit meinem Team und meiner Band. Wenn Zeit ist, gehe ich noch ein bisschen Spazieren, meistens müssen wir aber sehr früh aufbrechen und zum nächsten Veranstaltungsort fahren. Das sind ja oft viele Kilometer. Aber ich reise gern. Wenn wir in der nächsten Tourstadt ankommen, checke ich im Hotel ein, relaxe ein wenig. Manchmal sehe ich mir noch ein bisschen die Stadt an, leider bleibt aber oft dafür keine Zeit. Dann habe ich schon Soundcheck und bereite mich auf mein Konzert vor. Nach dem Konzert sitzen wir oft noch gemütlich zusammen. Ich bin gerne auf Tour.

Sie waren schon mehrfach auf großer Tournee. Wieviele Konzerte haben Sie insgesamt absolviert?

S.R.: Bislang durfte ich 90 Solokonzerte erleben, jedes war einzigartig. Ich freue mich auf die nächsten 40 Konzerte, die im Herbst vor mir liegen.

Sie haben ja schon einige TV Sendungen hinter sich. Wann war Ihrer Meinung nach Ihr persönlicher Durchbruch – und haben Sie immer daran geglaubt?

S.R.: Ich glaube nicht, dass ein Sänger beurteilen kann, wann sein Durchbruch war, weil ich als Interpret das auch nicht steuern kann. Einzig und allein das Publikum entscheidet, ob man es schafft über ein normales Maß hinaus erfolgreich zu sein! Ich glaube dass es eine Vielzahl von TV-Auftritten war, die für meinen Erfolg verantwortlich sind. Ganz entscheidend, glaube ich, war jedoch der Musikantenstadl Auftritt am 11.06.2005 in Bozen, wo mir Karl Moik die Chance gegeben hatte, live in der Sendung zu singen und damit die Zuseher emotional zu berühren.

Mit welchen bekannten Schlagersängerinnen und -Sängern sind Sie (gut) befreundet und was bzw. welche Dinge verbinden Sie?

S.R.: Ich respektiere meine Kollegen und freue mich über deren Erfolg, aber intensive Freundschaften habe ich außerhalb des Showgeschäfts. Uns Künstler verbindet die Liebe zur Musik und ich freue mich immer wieder wenn ich liebe Kolleginnen und Kollegen bei Veranstaltungen treffe und mich mit ihnen austauschen kann. Al Bano Carrisi zum Beispiel kocht wie ein Gott und baut Wein an.

Sind Sie auch ein begnadeter Koch? Und was tun Sie in Ihrer Freizeit (fernab der Musik)?

S.R.: Ich koche gerne meine beliebte Paella und argentinische Steaks und trinke gerne argentinischen Wein. Zu meinen Hobbies gehören vor allem Zeit mit meiner Familie zu verbringen, Motorrad fahren, Boot fahren und Schwimmen.

„Rot sind die Rosen“ – „Einmal Ja – immer Ja“, „Lass meine Arme dein Zuhause sein“ – diese Titel entsprechen der typischen Schlager-Romantik. Warum glauben Sie ist das so, dass ein Schlagertext so viel mehr ankommt, als ein handelsüblicher Text für einen Pop- oder Rocksong?

S.R.: Das kann man nicht pauschal so sagen! Ich glaube in jedem Musikbereich gibt es Hits oder erfolgreiche Songs, die die Menschen berühren!

Ein Schlager-Star wirkt immer so „heilig“, die ewige Liebe wird so hoch gehalten, die Harmonie der Familie in der heutigen Zeit – Sind Sie wirklich ein anderer Mensch? (die Realität schaut ja oft anders aus in vielen Familien) Vielleicht wollen Sie die Harmonie in Ihren Liedern vorleben?

S.R.: Ich liebe meine Frau und meine Familie und meinen Beruf und habe das Glück beides harmonisch miteinander verbinden zu können!

Wie kommt man als gebürtiger Argentinier dazu, Schlager zu singen und nicht hauptsächlich Musik zu machen à la – sagen wir mal – „Gipsy Kings“? Ihr Vater war Tango-Sänger…Kann man mit Schlagern mehr verdienen als mit Pop (mal die Größen „Madonna“ & Co. außer Acht gelassen)?

S.R.: Mit südamerikanischer Musik habe ich fast 20 Jahre versucht, erfolgreich zu sein. Zum Schlager hat mich meine jetzige Schallplattenfirma gebracht und wie man sieht haben sie damit absolut Recht behalten!

An welcher Musik hängt Ihr Herz? Und was hören Sie privat am liebsten? 

S.R.: Mein Herz hängt an südamerikanischer Musik, wobei ich mittlerweile den Schlager und zum Teil auch klassische Musik für mich wertvoll entdeckt habe. Ich höre aber auch Madonna, Celine Dion und Bryan Adams. 

Ist Argentinien eigentlich kein Thema mehr? Einmal One-Way-Ticket – immer One-Way-Ticket? Erzählen Sie auch etwas aus Ihrer Heimat. 

S.R.: Argentinien wird immer ein Thema für mich sein. Daheim ist daheim. Außerdem leben dort meine Liebsten Verwandten, Mama, Bruder, Nichten und Neffen. Aber alles im Leben hat seine Zeit und heute bin ich sehr glücklich wie ich jetzt lebe! Aber das Schöne ist – ich kann jetzt nach Hause fliegen wenn ich Lust dazu habe – meine Wurzeln werden immer in Argentinien sein. 

Sind Ihre Kinder und Ihre Frau Gabi auch musikalisch? Haben Sie auch Mitsprache-Recht bei neuen Titeln?

S.R.: Meine Frau bringt als Hebamme Kinder zu Welt und kümmert sich um die Familie und ich singe und kümmere mich um die Musik. Wir reden aber darüber, aber meine Familie bringt sich nicht entscheidend ein. 

Wenn Sie nicht Sänger geworden wären… 

S.R.: Hätte ich trotzdem versucht Sänger zu werden. Singen ist mein Leben. Wenn nicht, Koch oder Schauspieler hätten auch noch zu mir gepasst. 

Wie oft sind Sie bei allen Engagements eigentlich zuhause? 

S.R.: Ich bin sehr viel zu Hause, weil die Engagements sich meisten auf bestimmte Zeiträume erstrecken. Die Zeit dazwischen nutze ich intensiv mit meiner Familie. 

Wie hält man eine Beziehung, eine Ehe bzw. eine Familie bei Laune, wenn man oft unterwegs sein muss/darf? 

S.R.: Ja Gott sei dank gibt es nicht jedes Jahr so eine große Tournee und Gott sei dank gibt es ein Telefon und Skype, wo ich mir jeden Tag meine Kinder anschauen/mit ihnen sprechen kann. Sie informieren mich jeden Tag wie es in der Schule war und was es neues gibt. Ja, wir stehen im ständigen Kontakt. Ich bin immer total informiert. Und ich bin zwar jetzt zwei Monate weg, aber dafür danach wieder 24 Stunden am Tag für meine Familie da. 

Mit welchen Alltags-Problemchen haben Sie derzeit zu „kämpfen“? 

S.R.: Ich baue ein Haus und es sind viele Entscheidungen zu treffen, die man nicht aufschieben kann. Daneben ist jetzt auch noch der zweite Teil der Tour vorzubereiten. Es gibt also Gott sei Dank, viel zu tun. 

Wie verändert sich der Mensch, wenn er populär wird? (Denken, Handeln, Alltägliches beim Bäcker, bei der Tankstelle..) 

S.R.: Ich hoffe und glaube, gar nicht. Ich bin überzeugt, dass ich aufgrund meines eher schweren Werdeganges, mir eine entsprechende Bescheidenheit bewahren konnte, weil ich ganz genau auch die Kehrseite kenne und deshalb versuche, so normal wie nur möglich mit meinem Erfolg umzugehen! 

Bitte noch ein paar nette Geschichten, Anekdoten über Semino Rossi als Vielreisender in vielen Ländern…

S.R.: Das würde wahrscheinlich den Rahmen des Interviews sprengen! Wer eine Reise tut kann viel erzählen, aber wo soll ich da anfangen???

 Interview zur CD "Einmal Ja - Immer Ja" - Sommer 2007

Semino Rossi, ist die Luft da oben, wenn Du an der Spitze der Bestenliste stehst und Preise erhältst oder als Star des Jahres gefeiert wirst, besonders dünn? 

S.R.: Nein. Auf keinen Fall. Die Luft hier oben ist wunderschön. Wahrscheinlich empfinde ich das so schön, weil ich wirklich dünne Luft bereits kenne. Ich war 20 Jahre lang in einer unsicheren Situation im Leben. Meistens habe ich nicht gewusst, wie viel Geld ich in der nächsten Woche verdienen werde. Ich wusste nicht, ob ich je genug Geld haben würde, um eine Familie zu gründen und zu ernähren. Ich wusste nicht, ob ich Geld haben würde, um meine Familie in Argentinien anzurufen. Ich hatte für nichts Sicherheit, und das war für mich dünne Luft. Heute hat sich mein Leben total geändert, heute kann ich atmen, heute weiß ich, dass ich Sicherheit im Leben habe, Geld, um die Familie zu ernähren. Ich habe Möglichkeiten, die ich vorher noch nie in meinem Leben gehabt habe. 

Wie hast Du diese Zeit durchgestanden? 20 Jahre ist eine sehr lange Zeit. 

S.R.: Wenn du nicht weißt, was der Tag bringt, dann stehst du morgens auf – und ich habe immer als erstes gebetet: „Lieber Gott, gib mir Kraft, diesen Tag zu überstehen.“ Und das musste mir genügen, von diesem Tag zu wissen, dass ich ihn geschafft habe. Keiner konnte mir sagen, wie es weitergeht, was nächste Woche, nächsten Monat auf mich zu kommt. Und das macht dich mutig, schenkt dir Hoffnung. Ich habe immer mit viel Hoffnung gelebt, eine Hoffnung, die mich mein ganzes Leben begleitet hat. Unsicherheit und Hoffnung, dass es sich eines Tages ändern wird – das waren die bestimmenden Elemente meines Lebens in dieser Zeit. 

Hast Du eigentlich an Dich selber geglaubt? 

S.R.: Schon als Kind habe ich immer gewusst, dass irgendwann meine Zeit kommen wird. Ich habe allerdings nicht gewusst, dass es über 20 Jahre dauern wird. Warum es so lange gedauert hat? Das habe ich mich damals oft gefragt. Ich kann singen, ich singe heute genau wie vor 20 Jahren. Aber da war meine Zeit wohl noch nicht gekommen. Heute kann ich dieses „Warum“ verstehen. Ich habe in diesen 20 Jahren viele wichtige Dinge gelernt und wichtige Erfahrungen gemacht. Sonst hätte ich heute nicht die Kraft, um diese wunderschöne Situation heute, den Platz an dem ich heute stehe, richtig einzuschätzen.  

Fühlst Du Dich heute als Star? 

S.R.: Ich wollte schon immer für die Leute singen, ihnen Freude bringen. Ich wollte, dass die Leute kommen, um mich zu hören. Ich wollte von einem Orchester begleitet werden, solche Träume hatte ich. Aber ich habe nie gesagt „ich möchte ein Star werden“. Ich wollte Sänger werden und ich bin Sänger geworden. 

Bist Du im Herzen mehr in deinem Heimatland Argentinien oder in deiner Wahlheimat Europa zuhause? 

S.R.: Argentinien hat mich mein ganzes Leben begleitet und ich möchte mit Argentinien im Herzen sterben. Ich bin sehr stolz, Argentinier zu sein, und gleichzeitig bin ich glücklich, dass ich ein neues Zuhause gefunden habe. Ich habe eine neue Kultur kennen gelernt und für mich entdeckt. Dabei habe ich viel gelernt. Ich habe von Euch allen sehr viel gelernt. 

1985 bist du aus Argentinien kommend in Spanien gelandet. Wie ging es dann weiter? 

S.R.: Das war eine lange Reise, ja fast eine Odyssee. Ich habe manchmal nicht gewusst, wo ich am nächsten Tag schlafen werde. Ich habe nur einmal eine Wohnung gemietet. 1985 in Torremolinos in Spanien, aber nur für sechs Monate. Es war eine Ferienwohnung, die ich nicht länger mieten konnte. Nach diesem halben Jahr ist der Vertrag ausgelaufen und ich musste mich erneut fragen: „Okay – wohin soll meine Reise gehen?“. Nach Hause, nach Argentinien, konnte ich nicht, da ich kein Geld hatte, das Ticket für den Rückflug zu bezahlen. Das wollte ich auch im Grunde gar nicht, denn ich hätte mich nicht getraut, nach Argentinien zurück zu kehren, ohne mein Ziel erreicht zu haben. Ich bin ja weg gegangen um Sänger zu werden. 

Welche Erfahrungen hast Du in Spanien gemacht? 

S.R.: Ich hatte mir vorgestellt, nach Spanien zu kommen, in einem Hotel zu singen und sofort eine Plattenfirma zu finden, bei der ich meine erste CD auf den Markt bringen würde. Damit wollte ich berühmt werden. Das hatte ich gehofft. Doch die Wirklichkeit sah dann ja ganz anders aus. Am dritten Tag stand ich auf der Straße mit einer Gitarre, die ich kaufen musste, um damit mein Geld zu verdienen. Sonst hätte ich weder Miete noch Essen bezahlen können.  

Gibt es für dich ein Lebensmotto, das sich schon bestätigt hat? 

S.R.: Ich glaube, es gibt zwei wichtige Gründe, warum du etwas erst in einem bestimmten Alter bekommst. Manchmal wünschen wir uns im Leben bestimmte Dinge, doch wann wir sie bekommen, bestimmen andere. Ich glaube an Gott und daran, dass er es ist, der bestimmt, wann wir etwas bekommen oder nicht. In dem Moment wo sich dein Wunsch nicht sofort erfüllt, kannst du das nicht verstehen. Aber später, rückblickend, verstehen wir sehr wohl, warum es so und nicht anders gekommen ist. Ich bin ehrlich froh, dass mein Wunsch erst mit 40 Jahren erfüllt wurde. Denn da hatte ich schon genug Kraft gesammelt und genügend wichtige Erfahrungen gemacht. Dadurch bin ich am Boden geblieben, bin Mensch geblieben. Ich kann all diese wunderschönen Erfolge besser verkraften und richtiger einschätzen, als wenn du gerade 20 Jahre alt bist und nichts anderes kennst. So kenne ich die Schattenseiten des Lebens und bin dankbar darüber, dass ich nun die Sonnenseiten kennen lernen darf. 

Hast du mit deinem Erfolg gerechnet? 

S.R.: Als es dann so weit war und meine erste CD auf dem Markt war, hätte ich nicht erwartet, dass es so schnell geht. Ich glaube, das hat niemand erwartet. Weder die Plattenfirma, noch meine Frau noch sonst jemand aus der Branche hätte gedacht, dass das so schnell passiert. Es geschieht so selten, dass ein Mensch innerhalb von zweieinhalb Jahren über 1,8 Millionen Tonträger verkauft. Das war etwas, was nur der liebe Gott wusste. Ich bin dankbar, dass ich diese Person bin, der das passiert. 

Kannst du deinen Erfolg so richtig genießen? 

S.R.: Ganz ehrlich gesagt war die erste Zeit schon sehr anstrengend für mich. Das war ja eine völlig unbekannte Welt, jede Fernsehsendung wollte mich plötzlich haben, jedes Interview war wichtig, jeder Auftritt war wichtig. Ich war überall präsent – kümmerte mich um meine erste Tournee. Jetzt kommt die Zeit, wo ich das alles erstmals richtig genießen kann. Bislang hatte ich in meinem Leben noch nie Zeit zu genießen. Ich habe immer nach vorne geblickt, den Blick meistens nach unten gerichtet – auf den Weg, der vor mir lag. Aber ich hatte nie Zeit um zu sagen „Stopp – sieh bitte den Himmel an, betrachte die Sterne, nimm deine Umgebung wahr!“. Ich hatte bislang weder die Zeit, noch die Ruhe, noch das Geld, um eine Pause zu machen, um zu genießen. Meine Karriere, mein Leben war wie ein Zug, der nie anhält. Jetzt erst, seit ca. drei Monaten beginnt in meinem Leben ein neuer Abschnitt, in dem ich lerne, genießen zu können. Neulich war ich bei einer Fernsehsendung in Österreich am Wörthersee. An diesem Wochenende hatte ich die Ehre, zum ersten Mal meinen Hand- und Fußabdruck in Beton zu drücken und meinen Namen dazu zu schreiben. Dort mietete ich mir ein Boot für einen Nachmittag und fuhr in die Mitte dieses wunderschönen Sees. Ich bin vom Boot gesprungen und geschwommen. Ich liebe Wasser und ließ mich treiben. Da habe ich zum ersten Mal meine Umgebung bewusst wahrgenommen: Die Berge, dieses Grün, das herrliche Wasser. Und ich habe Gott gedankt, dass ich mir dessen bewusst bin, dass ich die Natur so genießen kann und nicht die Realität aus den Augen verloren habe. Ich kann auch jetzt meine Familie, das Zusammensein mit meiner Frau und meinen Töchtern viel bewusster genießen als früher.

Wie wichtig ist Musik für Dich? 

S.R.: Die Musik hat schon in Argentinien in meiner Kindheit eine große Rolle gespielt. Das hat mich natürlich sehr beeinflusst. Mein Papa hat Tango gesungen, das war super, er hatte eine wunderschöne Stimme. Das war der Grund, warum ich schon als Kind Sänger werden, eines Tages ein Künstler sein wollte.  

Was erwartet uns auf deiner neuen CD „Einmal ja – immer ja“? 

S.R.: Die neue CD steckt voller Herzblut, voll Liebe. So wie alles, was ich bis jetzt gemacht habe. Wenn ich singe, singe ich mit Gefühl – so wie ich das immer getan habe. Nicht nur auf einer CD, sondern vor allem auch bei den Live-Auftritten. Egal, wie viele Leute zuhören. Egal, ob das vor 20 Jahren in einem Lokal 40 oder sieben Menschen waren oder jetzt 8.500 wie bei meinem Konzert in der Wiener Stadthalle. Meine CD ist ehrlich. Sie ist eine Mischung aus spanischen Melodien, deutschen neuen Titeln und auch Cover-Versionen wie z.B. „Everything I Do“ von Bryan Adams oder „Candle In The Wind“ von Elton John – beide auf Spanisch. Ich habe ein Lied selbst komponiert, das heißt „Ay Amor“. Ich habe das für die „Weltmeisterschaft in Lateinamerikanischer Musik“ damals in Japan komponiert und bislang noch nie auf eine CD aufgenommen. Ich bin weder Komponist noch Produzent, aber manchmal habe ich eben auch das Glück, einen meiner Titel für ein Album beizusteuern. 

Singst du lieber in spanischer Sprache oder lieber in deutscher Sprache? 

S.R.: Ich möchte nie aufhören, Spanisch zu singen. In der spanischen Sprache liegen meine Wurzeln. Zunächst hatten wir überlegt, eine ganze CD nur mit spanischen Titeln zu produzieren, haben diesen Plan aber erst einmal noch verschoben. Mein Publikum spricht deutsch. Wir wollen das Publikum im nächsten Jahr bei 80 Konzerten erfreuen, da möchte ich deutsche Lieder singen. Deswegen haben wir uns entschlossen, wieder eine gemischte CD zu machen. 

Du hast eben schon erwähnt, auf deinem Album gibt es einige Cover von weltberühmten Songs… 

S.R.: Es gibt diesen wunderschönen Titel von Bryan Adams: “Everything I Do“. Daraus haben wir eine spanische Version gemacht, die es bisher noch nicht gab. Ich finde, die Nummer klingt auf Spanisch wunderschön und geht direkt ins Herz. Nicht, weil ich es gesungen habe, sondern weil der Charakter des Liedes die Menschen anspricht. Oder auch den Titel, den Elton John Prinzessin Diana gewidmet hat. Es ist ebenfalls ein toller Titel, der auch auf Spanisch super klingt.  

Welche Rolle spielt deine Ehefrau in deinem Leben? 

S.R.: Sie ist eine supertolle Frau. Sie hat mich mein ganzes Leben immer unterstützt. Sie hat sehr viel für mich getan, tut es heute noch. Sie ist die erste Ansprechperson für meine Kinder. Sie kümmert sich um das Haus, sie kümmert sich um den Alltag und die Schule der Kinder. Sie ist als Mama immer da. Früher musste sie als Hebamme Vollzeit arbeiten. Heute kann sie zu meiner großen Freude nur noch Teilzeit arbeiten. So hat sie mehr Zeit für die Familie. Sie arbeitet gerne, und ich möchte nicht, dass sie meinetwegen ganz aufhört. Ich weiß, sie ist aus ganzem Herzen Hebamme.  

Ein so erfolgreicher Sänger wie du steht ja nicht nur auf der Bühne oder in den Tonstudios. Was hat die Karriere denn sonst so mit sich gebracht? 

S.R.: Ich habe so viel zu tun, es gibt so viele Pläne. Zum Beispiel wird es meine erste Schokolade geben: „La Rossa“ von Semino Rossi. Einen Wein von Semino Rossi. Eventuell werde ich nächstes Jahr Kleidung für Frauen machen, eine Kollektion für Frauen ab vierzig. Hier laufen Gespräche mit einem Designer aus Italien in Zusammenarbeit mit der Firma Swarowski. Wir entwickeln eine wunderschöne Kollektion für Frauen und ich bin mir sicher, dass den Damen diese Mode gefallen wird. Es gibt so viel zu tun! Ich muss nicht auch noch in Japan oder in Amerika berühmt sein. Ich habe hier alles, von dem ich geträumt habe. Manchmal ist weniger mehr.

Kannst du „nein“ sagen? 

S.R.: Das habe ich gelernt. Ich musste das lernen. Ich mache keine Kompromisse mehr. Und wenn mir etwas nicht gut gefällt, dann sage ich auch, dass ich das nicht möchte. Es ist allerdings nicht immer passend, „nein“ sagen zu können. Man muss abwägen. 

Wie viel Argentinier steckt in dir? 

S.R.: Ich bin an sich sehr romantisch. Ich singe gerne Balladen, meine Balladen. Ich habe viel Respekt vor Frauen, vor anderen Menschen. Aber manchmal, wenn ich mich ärgere, dann bricht mein argentinisches Temperament aus mir heraus und dann sage ich auch Worte, die ich nicht sagen wollte. Das liegt dann am heißen, südamerikanischen Temperament. 

Möchtest du eigentlich als erfolgreicher Mann nach Argentinien zurückkehren und dort gefeiert werden? Nach dem Motto „Schaut her, ich habe es geschafft“… 

S.R.: Eines Tages als Sänger zurückkommen zu können – das war mein Traum. Ich wollte schon, dass die Leute sagen „Schau, er hat es geschafft“. Aber es muss nicht sein, dass ich auch in Argentinien als Sänger gefeiert werde. Wenn es kommt, dann kommt es – oder eben nicht. Damit kann ich heute auch gut leben. 

Du hast gerade eine Stiftung gegründet zur Unterstützung für bedürftige Menschen in Argentinien. Was hat dich dazu veranlasst? 

S.R.: Ich glaube, dass wir nicht nur zum Genießen auf dieser Welt sind. Wir können anderen Menschen helfen – und warum soll man das nicht tun, wenn man in der Lage dazu ist? 

Welches Team begleitet Dich? 

S.R.: Ich habe ein tolles Team um mich herum. Allen voran Alfons Weindorf (Produzent), Bernd Meinunger (Texter), der Wolfgang Moroder (Arrangeuer), Franz Selb (Geschäftsführer von Koch Universal Music) und die ganze Plattenfirma. Das ist das Team, das geholfen hat, die richtigen Titel auszuwählen und zu produzieren. Für das richtige Cover, das richtige Foto sind Manfred Essen (Fotos) und Mago Reim (Kostüm und Maske) wichtige Leute, die zum Team gehören. Mit diesen Menschen möchte ich weiterhin zusammen arbeiten, denn sie haben bis jetzt ihre Sache sehr gut gemacht. 

Hast du schon einmal daran gedacht, mit Kollegen im Duett zu singen?  

S.R.: Natürlich. Das kommt aber auf den Titel an. Ich habe viele Angebote, Duette zu singen. Ich habe die Titel gehört und nein, gesagt, weil mir die Lieder nicht gefallen haben. Aber ich habe natürlich auch Wünsche: Zum Beispiel würde ich gerne mit Anna Netrebko ein Duett singen, oder mit Bryan Adams, Celine Dion oder Placido Domingo. Aber ich glaube, die sind so berühmt und weit weg von mir, dass ich mir das kaum vorstellen kann. 

Neben deinem Album erscheint auch ein Heft beziehungsweise Buch über dich. Was wird es da genau geben? 

S.R.: Am 14. September kommt meine neue CD in den Handel „Einmal ja – Immer ja“. Und am 15. September erscheint ein Sonderheft von „Neue Post“ mit 70 Seiten nur über Semino Rossi. Dort gibt es Fotos zu sehen von meinem besten Freund in Argentinien, von dem Tag, bevor ich 1985 nach Spanien geflogen bin. Vom Abschied von meinen besten Freunden, ich mit meiner Gitarre. Sie können dort das erste Interview von meiner Frau lesen, das sie gegeben hat. Sie sehen Fotos aus meiner Kindheit, von meinem Papa, von meinem Zuhause, meiner Familie. Alle meine Preise und Auszeichnungen, die ich bis jetzt gewonnen habe und viele, viele weitere Informationen. Ich glaube, bislang hat es noch nie von einem Künstler ein solches Heft gegeben. Ich freue mich, dass ich der erste Künstler bin, der so etwas anbieten kann. 

 Interview zur CD "Ich denk an Dich" - Juni 2006 

Wie fühlt man sich nach einem Jahr der großen Erfolge? Verschiedene Platin- und Goldauszeichnungen in Deutschland und Österreich, dazu der renommierte Echo Award und jetzt gerade im Mai auch noch der österreichische Amadeus Award. Haben Sie eigentlich schon realisiert, dass sie in Deutschland und Österreich ein Superstar sind?

S.R.: So viele Preise zu bekommen ist ein wunderschönes Gefühl und ich freue mich sehr darüber. Mein großer Traum ist in Erfüllung gegangen. Ich bin sehr glücklich und vor allem auch dankbar für diese tollen Erfolge.

Welche Träume hat man noch, wenn es einen gerade auf „Wolke Sieben“ geschossen hat?

S.R.: Im Moment genieße ich in erster Linie die wunderschönen Erfolge. Aber natürlich habe ich auch Ziele für die Zukunft. Ein großer Traum von mir ist es ein spanischsprachiges Album aufzunehmen und in meiner Heimat Argentinien bzw. Lateinamerika zu veröffentlichen.

Was macht Ihrer Meinung nach Ihren Erfolg aus?

S.R.: Ich glaube, dass solche Erfolge nicht von einem Einzelnen abhängen, sondern von einem Team, das gut zusammenarbeitet. Auch in meiner Karriere spielen viele Menschen eine wichtige Rolle. Ich hatte das Glück auf die richtige Plattenfirma und den richtigen Produzenten zu treffen und natürlich die richtigen Songs zu finden. Gemeinsam mit mir und meiner Stimme bildet dieses Team die richtige Mischung so große Erfolge zu erreichen.

Was bedeutet es Ihnen auf der Bühne zu stehen? Brauchen Sie den Kontakt zum Publikum?

S.R.: Auf der Bühne zu stehen bietet mir die wunderschöne Möglichkeit mit dem Publikum in engen Kontakt zu treten. Dieser Kontakt ist mir sehr wichtig. Wie jeder andere Künstler auch brauche ich diesen Kontakt, weil er die einzigartige Möglichkeit darstellt, meinem Publikum etwas zurückzugeben.

Sie treten auf Tourneen mit anderen erfolgreichen Interpreten der Szene auf. Sind die nicht manchmal neidisch auf Sie?

S.R.: Nein, das glaube ich nicht. Ich bin auf diesen Tourneen stets auf nette Kollegen getroffen und habe dabei auch schon gute Freunde gewonnen.

Sie sind ein sehr guter Gitarrist. Wo und bei wem haben Sie das Gitarrespielen gelernt?

S.R.: Ich würde mich jetzt nicht als sehr guter Gitarrist bezeichnen, denn ich begleite mich lediglich bei meinen eigenen Liedern. Ich habe mir das Gitarrespielen selbst beigebracht.

Können Sie noch andere Instrumente spielen?

S.R.: Ich kann mich auch am Piano begleiten, aber ich bin nicht wirklich ein sehr guter Pianist.

Sie waren in ihrem Leben nicht immer auf Rosen gebettet. Können Sie bitte kurz noch einmal schildern, wie ihr Leben als Straßenmusiker aussah?

S.R.: Als Straßenmusiker unterwegs zu sein, war eine ganz besondere Erfahrung für mich. Man spielt auf der Straße vor einem Publikum, dass dich nicht gebeten hat zu singen und trotzdem erwartest du dir ein wenig Geld für deine Musik. Ich habe in dieser Zeit wirklich sehr viel gelernt.

Wie und wann verschlug es Sie schließlich nach Österreich?

S.R.: Das war im Jahr 1986. Ich habe damals in der Schweiz drei Südamerikaner kennen gelernt, die in Innsbruck lebten. Sie meinten, dass ich in Innsbruck als lateinamerikanischer Interpret eine gute Chance hätte ein Engagement zu bekommen. Also bin ich kurzerhand nach Österreich gezogen.

Wie und wo haben Sie Ihre Frau Gabi kennen gelernt?

S.R.: Meine Frau habe ich 1986 in einem Restaurant kennen gelernt, in dem ich aufgetreten bin.

Sie haben zwei Kinder, was machen die beiden Töchter zur Zeit?

S.R.: Sie gehen beide noch zur Schule und ich bin sehr stolz auf sie.

Sind sie stolz auf ihren Papa?

S.R.: Ich glaube schon, aber vielleicht wäre es besser sie selbst zu fragen.

Hatten Sie zu dem Zeitpunkt als Sie von einem Mitarbeiter der Firma Koch bei einer privaten Party entdeckt wurden noch damit gerechnet, einen richtigen Plattenvertrag zu bekommen?

S.R.: Ehrlich gesagt nein. Ich bin in meinem Leben schon vielen Menschen begegnet, die mir Versprechungen gemacht haben, die dann aber nie in Erfüllung gegangen sind. Ich bin aber sehr glücklich, dass es dann doch noch mit dem Plattenvertrag geklappt hat.

Wie hat sich Ihr Leben mit dem großen Erfolg verändert?

S.R.: Es hat sich schon einiges verändert. Ich bin sehr viel unterwegs und die Zeit, die ich mit meiner Familie verbringen kann, ist weniger geworden.

Wie geht Ihre Frau mit dem ganzen Trubel um ihre Person um?

S.R.: Momentan ist es sicher nicht leicht für meine Frau, weil ich so viel zu tun habe und viel unterwegs bin, aber ich kann mich jederzeit voll und ganz auf ihre Unterstützung und auf ihr Verständnis für meine Karriere verlassen.

Wie gehen Sie mit dem zunehmenden zeitlichen Stress um, der ja mit steigender Popularität immer mehr wird?

S.R.: Es ist natürlich nicht immer ganz leicht, da ich gegenwärtig viel unterwegs bin, aber ich versuche stets mein Bestes zu geben.

Wie halten Sie sich fit?

S.R.: Ich versuche mich gesund zu ernähren und wenn die Zeit bleibt, mache ich mit meiner Familie gerne lange Spaziergänge oder Fahrradausflüge.

Wie ist ihre derzeitige Beziehung zu ihrer Heimat Argentinien? Können Sie sich vorstellen, irgendwann wieder ganz dorthin zurückzukehren?

S.R.: Argentinien ist meine Heimat, dort habe ich meine Wurzeln. Meine Mutter, mein Bruder und die Verwandten leben dort und deshalb verbindet mich eine tiefe Liebe zu diesem Land. Im Moment kann ich es mir aber nicht wirklich vorstellen dorthin zurückzukehren. Ich habe hier meine zweite Heimat gefunden. Ich fühle mich hier wohl und ich mache das was ich immer wollte, nämlich Musik.

Wissen die Menschen in Argentinien, dass Sie hier mittlerweile ein Superstar geworden sind? Spricht man dort darüber?

S.R.: Meine engsten Verwandten wissen es natürlich, aber ansonsten ist es dort noch nicht bekannt. Es ist aber mein großer Wunsch, auch dort meine Musik bekannter zu machen.

Würden Sie Ihren Erfolg auch gerne nach Argentinien ausweiten?

S.R.: Auf jeden Fall, das ist ein Traum von mir. Argentinien ist meine Heimat und es würde mich sehr stolz machen, irgendwann auch dort eine CD zu produzieren.

Wann fahren Sie wieder hin?

S.R.: Ich hoffe Anfang nächsten Jahres.

Kommen wir zum neuen Album: Wie lange haben die Aufnahmen zu dem neuen Werk gedauert?

S.R.: Wir haben uns mit dem Album Zeit gelassen. Bereits im Dezember letzten Jahres haben wir damit begonnen erste Titel auszusuchen und zu produzieren. Jetzt, einige Monate später ist das Werk fertig und wird am 15. Juli (Anm. d. Red. 14. Juli 2006) veröffentlicht.

Inwiefern sind Sie am kreativen Prozess bzw. bei der Zusammenstellung der Songs beteiligt?

S.R.: Natürlich bringe ich meine Vorstellungen und Wünsche mit ein. Das ist sehr wichtig für mich, da ja ich die Songs letztendlich präsentiere.

Haben Sie auch schon eigene Titel geschrieben?

S.R.: Ja, ich habe bereits viele Titel geschrieben. Zwei davon sind auf meinem letzten Album erschienen.

Wenn ja: Würden Sie diese gerne auf einem der nächsten Alben präsentieren?

S.R.: Ja, auf jeden Fall.

Fazit: Wenn Sie Ihr Leben vor zwei/drei Jahren mit dem heutigen vergleichen: Würden Sie wieder alles genauso machen?

S.R.: Genau wie ein Titel von mir heißt „Ja - ich würd es immer wieder tun“, würde ich alles genau so machen. Ich bin sehr dankbar dafür, wie die Dinge gelaufen sind.